Der Schwund an Mitgliedern und die Gewinnung neuer Anhänger standen Mittelpunkt der SPD-Kreiskonferenz mit Vorstandswahlen im Kolping-Familienferienhaus. Kreisvorsitzender Rainer Fischer gab sich optimistisch.
Der Schwund an Mitgliedern und die Gewinnung neuer Anhänger standen Mittelpunkt der SPD-Kreiskonferenz mit Vorstandswahlen im Kolping-Familienferienhaus. Kreisvorsitzender Rainer Fischer gab sich optimistisch.
Zunächst wurde der im Berichtszeitraum Verstorbenen gedacht. Rainer Fischer erinnerte dabei besonders an den Ehrenkreisvorsitzenden Erich Brunner, die Bezirksrätin Traudl Thomas und das Vorstandsmitglied Hermann Hopf. Nach Grußworten von Bürgermeister Peter Merkl und dem Leiter des SOS-Kinderdorfes, Alfred Schuster, erstattete Kreisvorsitzender Rainer Fischer einen umfassen Rechenschaftsbericht.
Sorge, so Rainer Fischer, bereite die sinkende Mitgliederzahl. Es sei eben schwer, neue Mitglieder für eine sozialdemokratische Partei zu gewinnen, die zunächst einer drastischen Kappung der Entfernungspauschale für Arbeitnehmer zustimmte und kurz darauf für eine Unternehmensteuerreform mit einer Nettoentlastung von fünf Milliarden Euro eintritt.
Die Programme der politischen Konkurrenz belegten jedoch deutlich, dass es keine Alternative zur SPD als linke Volkspartei gebe. In der Veranstaltungsübersicht wurde besonders auf die Aktivitäten während des Bundestagswahlkampfes, die Gedenkveranstaltung zum 25. Todestag von Valentin Kuhbandner und den Besuch von Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt hingewiesen. Hart kritisierte der Kreisvorsitzende Landrat Haberkorn und die Kreistagsfraktionen von CSU und FW im Zusammenhang mit der Gründung der Krankenhaus AG. Es sei beschämend, dass sich die SPD-Fraktion das Recht auf öffentliche Beratung dieses so wichtigen Themas bei der Regierung der Oberpfalz habe erkämpfen müssen.
Kampf um die Sitze
Der Kampf der Landkreis-CSU um möglichst viele Aufsichtsratssitze sowie die Art und Weise, wie man den 51-Prozent-Anteil für Weiden rechtfertigte, könne nur noch als peinlich bezeichnet werden. "Mit Merkel und Westerwelle sei kein Staat, schon gar kein sozialer Staat zu machen." Mit diesen Worten appellierte der Kreisvorsitzende an die Delegierten aus den Ortsvereinen, weiterhin geschlossen und engagiert für eine gerechte und solidarische Gesellschaft einzutreten.
Einstimmig verabschiedete die Kreiskonferenz eine Resolution an den Vorstand des Unterbezirks. Sie hat die Beschreibung konkreter, nicht veräußerbarer Positionen im Grundsatzprogramm der SPD zum Ziel wie das Festhalten an der Tarifautonomie und an den Mitbestimmungsrechten oder am Ausstieg aus der Kernenergie, die auch nicht auf dem Altar von Koalitionsverhandlungen geopfert werden dürften. Mit Zitaten von Waldemar von Knoeringen und Willy Brandt unterlegte Bezirksgeschäftsführer Martin Auer sein Referat "Volkspartei bleiben - Mitglieder werben". Worte und Taten dieser großen Sozialdemokraten müssten auch für die heutige Generation Auftrag und Verpflichtung sein!
Die große Geschlossenheit im Kreisverband kam auch in den anschließenden Neuwahlen zum Ausdruck. Mit 58 Ja-Stimmen bei einer Enthaltung wurde Kreisvorsitzender Rainer Fischer bestätigt. Eindeutige Vertrauensbeweise gab es für die stellvertretenden Kreisvorsitzenden Sybille Bayer, Hannelore Bienlein-Holl und Peter Merkl, sowie für Claudia Betzl (Kassier), Thomas Döhler und Angelika Würner (Schriftführer), Erich Hader, Helmut Plommer und Edwin Ulrich (Organisationsleiter), Hans Schäffler (Seniorenbeauftragter), Edeltraud Frank (AsF-Vertreterin) und Wolfgang Gründinger (Juso-Vertreter).
Ganz lange Liste
Der weiteren Vorstandschaft gehören an: Werner Ascherl, Rudolf Bauer, Gerd Bayer, Gottfried Beer, Lotte Bertelshofer, Johann Brandl, Mila Braun, Robert Christ, Lucia Fenzl, Franz Fink, Monika Gerl, Günter König, Erika Mitlmeier, Monika Müller, Friedrich Rüth, Brigitte Scharf, Norbert Scharf, Alfred Schuster, Christine Trenner und Minna Weiß.
aus oberpfalznetz.de
Homepage SPD KV Tirschenreuth