Jusos fordern Ende der Kopfpauschalen-Pläne von Schwarz-Gelb

Arbeitsgemeinschaften

Weiden. Im Rahmen eines Workshops beschäftigte sich der Vorstand der Jusos im
Unterbezirk Weiden-Neustadt-Tirschenreuth mit den aktuellen Konzepten
zur Gesundheitspolitik. Scharfe Kritik äußerten die Mitglieder dabei
an den Vorschlägen der schwarz-gelben Bundesregierung zur Einführung
einer Kopfpauschale. "Das wäre das Ende der solidarischen
Krankenversicherung in Deutschland mit verheerender Wirkung für
Millionen von Beziehern mittlerer und kleiner Einkommen. Die
Entlastung der Großverdiener soll die breite Bevölkerung bezahlen.
Schwarz-Gelb zeigt sein wahres Gesicht", machte der Neustädter
AG-Vorsitzende Adrian Kuhlemann seinem Ärger Luft.

Unterbezirksvorsitzender Dominik Brütting ging hart mit der CSU ins
Gericht. Diese führe derzeit wieder den "üblichen Zirkus" auf: "Erst
unterschreiben sie einen Koalitionsvertrag, in dem der Systemwechsel
hin zu einkommensunabhängigen Beiträgen angestrebt wird, dann
behauptet der Generalsekretär, von einer Kopfpauschale stünde da gar
nichts drin, und der Landesgruppenvorsitzende hält seinen Kollegen in
München störende und destruktive Zwischenrufe vor. Gleichzeitig dafür
und dagegen sein, um es allen recht zu machen, werden die Bürger der
CSU nicht durchgehen lassen."

Die geplante Kopfpauschale mache die bestehende Zwei- zur
Dreiklassenmedizin, befürchtet der Bärnauer AG-Vorsitzende Simon
Weigl: "Schon jetzt können sich Bezieher von Einkommen über der
Versicherungspflichtgrenze aus der Solidarität herauskaufen. Es ist
absehbar, dass durch die Einführung der Kopfpauschale und die
Ausdünnung der Regelleistungen vieles nur noch über private
Zusatzversicherungen zu bekommen sein würde." Als einzig sinnvolle
Alternative sieht Weigl daher die Einführung der solidarischen
Bürgerversicherung: "Alle müssen an der Finanzierung des
Gesundheitssystems beteiligt werden."

Die Unterschriftenaktion gegen die Kopfpauschale der SPD findet die
volle Unterstützung der Jusos. "80% der Bevölkerung sind gegen die
Kopfpauschale. Es ist notwendig, das der sozialstaatsfeindlichen
Bundesregierung klarzumachen", erklärte Vorstandsmitglied Johannes
Dill. Schwarz-Gelb solle ihre unsozialen Reformpläne aufgeben.

 

Homepage SPD Unterbezirk WEN-NEW-TIR

 
MdL Annette Karl, Für Sie im bayerischen Landtag

Ländliche Raum-Sprecherin Annette Karl präsentiert Modell "Kompetenz vor Ort – Starke Regionen für ein starkes Bayern"

Annette Karl, Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion für den ländlichen Raum, präsentierte am Montag auf einer Pressekonferenz in München ihr Modell "Kompetenz vor Ort - Starke Regionen für ein starkes Bayern", in dem sie sich bei der anstehenden Novellierung des Landesentwicklungsgesetzes für eine nachdrückliche Stärkung der Regionen in Bayern einsetzt. „Wir brauchen starke Regionen, um ein Bindeglied zwischen den selbstbewussten und gestaltungsstarken Kommunen und dem Land herzustellen." Eine Auflösung der Regionalen Planungsverbände hält Karl für den falschen Weg, dies führe „zu einem noch größeren Zentralismus" und „zu einer noch stärkeren Fernsteuerung der Regionen aus der Staatskanzlei in München".

 

Bezirksrätin Brigitte Scharf

 

 

Bayern-SPD News

Die Menschen in Bayern lassen sich nicht für dumm verkaufen. Sie wissen genau, was hinter der Fassade der Atombeschlüsse steckt. Sie haben erkannt, auf welche Weise die schwarz-gelben Atompläne zustande gekommen sind und sie kennen die Folgen, die aus ihnen erwachsen werden. Auf Seehofers Geschwätz von einem ?neuen Zeitalter in der Energiepolitik" werden sie nicht reinfallen. Es bleibt dabei: die Bürger im Freistaat wollen eine andere Politik als das, was die CSU in Berlin mit zu verantworten hat.

Nach dem Atomkompromiss der schwarz-gelben Bundesregierung sollen die sieben Kernkraftwerke, die vor 1981 ans Netz gingen, eine Laufzeitverlängerung von acht Jahren erhalten. Die Laufzeit der übrigen zehn Meiler wurde sogar um 14 Jahre verlängert. Dazu Ludwig Wörner, der energie- und umweltpolitische Sprecher der bayerischen SPD-Landtagsfraktion: ?Von einem Kompromiss kann gar keine Rede sein. Bundeswirtschaftsminister Brüderle und die Hardliner in der Regierungskoalition haben sich nahezu vollständig durchgesetzt. In den Chefetagen der vier Atomkonzerne knallten gestern Abend die Sektkorken?.

SPD-Integrationssprecherin Isabell Zacharias distanziert sich von Äußerungen des Innenministers Herrmann zur künftigen Lage der Migranten in Bayern und nennt sie kontraproduktiv. ?Zwar hat die Staatsregierung endlich eingesehen, dass mittelfristig die Zahl der Zuwanderer in Bayern steigen wird; aber die entsprechenden politischen Maßnahmen haben den falschen Ansatz." Der Bericht des Landesamts für Statistik zur Berechnung der Bevölkerung mit Migrationshintergrund in Bayern bis 2020 bestätigt die von der SPD seit langem zur Sprache gebrachte Prognose: Nur durch eine gezielt koordinierte Zuwanderungspolitik können die Folgen des demographischen Wandels - Steuerdefizite, Kürzungen bei sozialstaatlichen Dienstleistungen, Überbelastung des Renten- und Krankenkassen - besser überwunden werden.

 

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