Rettungsschirm für Kommunen

Lokalpolitik


Forderung der Bundes-SPD – Abgeordnete Werner Schieder und Annette Karl in Neusorg
SPD-Bundestagsabgeordnete Werner Schieder und Landtagsabgeordnete Annette Karl kamen ins Rathaus, um sich die Probleme in der Gemeinde anzuhören.
Die beiden Politiker hatten sich mit SPD-Gemeinderatsfraktionssprecher
Dieter König, seinem Gemeinderatskollegen Hans Englmann und Altbürgermeister Günther König eingefunden, um sich mit Bürgermeister Peter König über die Situation und die Zukunft der Gemeinde zu informieren.

Pläne trotz „Ebbe“ in Kasse
König stellte den beiden Abgeordneten in kurzen Zügen die Situation vor
und betonte, es werde Zeit, dass sich die Finanzlage in den Kommunen
ändere. Trotz „Ebbe im Gemeindesäckel“ habe sich Neusorg einige Projekte
vorgenommen, die bereits in Planung sind, aber einer Bezuschussung bedürfen.
Ein Dorn im Auge sei das Firmengelände der ehemaligen Media-Einrichtung.
Der Gemeinderat hat einstimmig beschlossen, dieses Projekt in das Förderprogramm „Stadtumbau-West“ aufzunehmen. „Es muss unser Ziel sein, mit Fördergeldern diese Media-Brache auf Vordermann zu bringen. Anträge auf Fördermittel wurden bereits gestellt und Verträge mit Städteplanern wurden ebenfalls im Vorfeld ausgearbeitet.“ In Sachen Zuschussverteilung des Konjunkturpakets habe Neusorg seine Hausaufgaben gemacht und zwei Projekte im Rennen, erwähnte der
Bürgermeister. Mit der Gestaltung des Ortsmittelpunktes in Schwarzenreuth, diese Baumaßnahme läuft seit Oktober 2009, die energetische Sanierung der Schulturnhalle soll heuer erfolgen, habe die Gemeinde „Fingerspitzengefühl“ gezeigt. Peter König gab den beiden Politikern zu verstehen, dass es in den Kommunen nicht fünf vor Zwölf, sondern bereits danach sei.

Kommunen geschädigt
Bundestagabgeordneter Werner Schieder sprach der Gemeinde großen
Respekt aus, dass sie trotz der Finanzkrise Baumaßnahmen ausführt
und plant. Schieder erinnerte daran, dass die SPD im Krisenjahr 2009 den
Kommunen weit über zehn Milliarden Euro zur Verfügung gestellt habe.
Leider werde diese Politik von der jetzigen Regierung nicht fortgesetzt.
Die Städte und Gemeinden würden durch diese Steuersenkungsprogramme
schwer geschädigt, machte Schieder deutlich. Aus diesem Grunde hat die SPD-Bundestagsfraktion auch einen „Rettungsschirm für Kommunen“ gefordert.
Landtagsabgeordnete Annette Karl gab zu verstehen, dass die nördliche
Oberpfalz schlechtgeredet werde. Die Pflichtaufgaben und die Fixkosten in
den Kommunen werden trotz weniger Haushaltsmittel auch nicht geringer.
Zur Media-Brache gab Karl zu verstehen, dass sie sich mit aller Kraft für Fördermittel einsetzen werde. Ein Landesentwicklungsprogramm wurde bereits ins Leben gerufen. „Dieses muss auch unserer Region Leben einhauchen“, erklärte die Abgeordnete. Das Gemeindeoberhaupt bat, diese
Problematik mit nach Berlin beziehungsweise München zu nehmen und überreichte Annette Karl und Werner Schieder ein kleines Präsent.

Zum Bild: Über die Situation der Gemeinde informierten sich die Abgeordneten Annette Karl und Werner Schieder (von rechts). Mit auf dem Bild Gemeinderat Hans Englmann, Fraktionssprecher Dieter König, Altbürgermeister Günther König und Bürgermeister Peter König.

Bild und Text: Horst König

 
 
MdL Annette Karl, Für Sie im bayerischen Landtag

Ländliche Raum-Sprecherin Annette Karl präsentiert Modell "Kompetenz vor Ort – Starke Regionen für ein starkes Bayern"

Annette Karl, Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion für den ländlichen Raum, präsentierte am Montag auf einer Pressekonferenz in München ihr Modell "Kompetenz vor Ort - Starke Regionen für ein starkes Bayern", in dem sie sich bei der anstehenden Novellierung des Landesentwicklungsgesetzes für eine nachdrückliche Stärkung der Regionen in Bayern einsetzt. „Wir brauchen starke Regionen, um ein Bindeglied zwischen den selbstbewussten und gestaltungsstarken Kommunen und dem Land herzustellen." Eine Auflösung der Regionalen Planungsverbände hält Karl für den falschen Weg, dies führe „zu einem noch größeren Zentralismus" und „zu einer noch stärkeren Fernsteuerung der Regionen aus der Staatskanzlei in München".

 

Bezirksrätin Brigitte Scharf

 

 

Bayern-SPD News

Die Menschen in Bayern lassen sich nicht für dumm verkaufen. Sie wissen genau, was hinter der Fassade der Atombeschlüsse steckt. Sie haben erkannt, auf welche Weise die schwarz-gelben Atompläne zustande gekommen sind und sie kennen die Folgen, die aus ihnen erwachsen werden. Auf Seehofers Geschwätz von einem ?neuen Zeitalter in der Energiepolitik" werden sie nicht reinfallen. Es bleibt dabei: die Bürger im Freistaat wollen eine andere Politik als das, was die CSU in Berlin mit zu verantworten hat.

Nach dem Atomkompromiss der schwarz-gelben Bundesregierung sollen die sieben Kernkraftwerke, die vor 1981 ans Netz gingen, eine Laufzeitverlängerung von acht Jahren erhalten. Die Laufzeit der übrigen zehn Meiler wurde sogar um 14 Jahre verlängert. Dazu Ludwig Wörner, der energie- und umweltpolitische Sprecher der bayerischen SPD-Landtagsfraktion: ?Von einem Kompromiss kann gar keine Rede sein. Bundeswirtschaftsminister Brüderle und die Hardliner in der Regierungskoalition haben sich nahezu vollständig durchgesetzt. In den Chefetagen der vier Atomkonzerne knallten gestern Abend die Sektkorken?.

SPD-Integrationssprecherin Isabell Zacharias distanziert sich von Äußerungen des Innenministers Herrmann zur künftigen Lage der Migranten in Bayern und nennt sie kontraproduktiv. ?Zwar hat die Staatsregierung endlich eingesehen, dass mittelfristig die Zahl der Zuwanderer in Bayern steigen wird; aber die entsprechenden politischen Maßnahmen haben den falschen Ansatz." Der Bericht des Landesamts für Statistik zur Berechnung der Bevölkerung mit Migrationshintergrund in Bayern bis 2020 bestätigt die von der SPD seit langem zur Sprache gebrachte Prognose: Nur durch eine gezielt koordinierte Zuwanderungspolitik können die Folgen des demographischen Wandels - Steuerdefizite, Kürzungen bei sozialstaatlichen Dienstleistungen, Überbelastung des Renten- und Krankenkassen - besser überwunden werden.

 

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